Exkursion der SPD-Kreistagsfraktion am Silberberg (FFH) in Hagen a. T. W.

 Christ-Schneider und Olbricht für Verstetigung der Zuschüsse für die Frauenberatungsstelle

In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Frauenberatungsstelle Stadt und Landkreis Osnabrück zu einem regelrechten Fachzentrum für hilfesuchende Frauen entwickelt. Gut ausgebildete Fachkräfte bieten in ihren Räumlichkeiten in Osnabrück unter anderem Beratung bei häuslicher Gewalt, psychologische Prozessbegleitung oder die Flüchtlingsberatung an. Über den aktuellen Entwicklungsstand der Angebote und den daraus resultierenden Finanzierungsbedarf informierten sich die beiden SPD-Kreistagsabgeordneten Anne Christ-Schneider und Jutta Olbricht.
Nachdem die neuen Räume im Untergeschoss besichtigt worden sind, sprach die seit Anfang 2018 angestellte syrische Mitarbeiterin, Najlaa Jlilati, über ihre Erfahrung mit den in der Regel arabisch sprechenden Frauen. „Der Bedarf steigt stetig. Gerade die Traumaberatung hat großen Zulauf. Oft müssen die Frauen lange auf eine psychologische Traumatherapie warten“, so Jlilati“, da ist es dann notwendig, dass wir erste Gespräche führen und die Frauen bei ihren meist vielfältigen Problemen beraten und zu Behördengängen begleiten.“ Frau Maria Meyer beschrieb außerdem die lange Wartezeit bei der Bearbeitung von Anträgen, die beim Fonds Sexueller Missbrauch des Bundesinnenministeriums gestellt werden. Die ersten Anträge habe sie gemeinsam mit den betroffenen Frauen Anfang 2016 gestellt, zu ersten Auszahlungen kam es erst jetzt. Sowohl die Antragsstellung als auch das Nachfassen und die zwischenzeitliche Betreuung in diesen Fällen nehmen unglaublich viel Zeit in Anspruch“, so Meyer. Anne Christ-Schneider, sozialpolitische Sprecherin der SPD/UWG-Gruppe, zeigte sich beeindruckt von dem großartigen Engagement für die hilfesuchenden Frauen und betonte die Wichtigkeit der verschiedenen Angebote. Die finanzielle Unterstützung durch den Landkreis mit 20.000 Euro jährlich bis 2020, sei im Hinblick auf die wachsenden Herausforderungen zu überdenken, schlägt Jutta Olbricht, stellvertretende Vorsitzende der SPD/UWG-Gruppe vor. Hier sei eine Verstetigung notwendig, um das gut geschulte Personal langfristig zu halten.

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