Exkursion der SPD-Kreistagsfraktion am Silberberg (FFH) in Hagen a. T. W.

 Haushalt 2020: SPD/UWG-Gruppe fordert 10.000 Euro Planungskosten für ein Frauenhaus im Südkreis und zusätzlich ca. 250.000 Euro für soziale Aufgaben

Nach wie vor fänden hilfesuchende Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, nicht immer Platz im Frauenhaus, so die 1. Vorsitzende des neugegründeten Vereins Frauenhaus Osnabrücker Land, Sarah Tameling. Auf der Grundlage des Antrages der SPD/UWG-Gruppe vom 18. Juni 2019, ein zusätzliches Frauenhaus im Südkreis zu installieren, erläutert die sozialpolitische Sprecherin, Anne Christ-Schneider, dass dafür nun 10.000 Euro Planungskosten im Haushalt bereitgestellt werden sollen.
Insgesamt stellt die SPD/UWG-Gruppe für das Haushaltsjahr 2020 allein sieben Anträge, die soziale Projekte fördern sollen. Neben den 40.000 Euro für die Frauenberatungsstelle, die ohnehin im Haushaltsplan eingestellt sind, sollen nochmals 10.000 Euro für Fachleitungsstunden hinzukommen. „Diese sind stark angestiegen“, weiß Jutta Olbricht von einem Besuch bei der Frauenberatungsstelle in Osnabrück zu berichten, „weil es im Zuge der Bearbeitung der Anträge beim Fonds Sexueller Missbrauch zu langen Wartezeiten gekommen ist.“ Darüber hinaus steige der Beratungsbedarf für geflüchtete Frauen bei häuslicher und sexueller Gewalt stetig. „Um die engagierten Mitarbeiterinnen in der Frauenberatungsstelle auch langfristig halten zu können, fordern wir, die geforderten zusätzlichen Personalkosten von 20.000 Euro zu verstetigen.“
Den größten Posten im sozialen Bereich nimmt der Antrag für das Projekt „Wohncoaching“ der Caritas in Stadt und Landkreis ein. Geht es nach der SPD/UWG-Gruppe sollen dafür 125.000 Euro in den Haushalt für 2020, 125.000 Euro für 2021 und nochmals 125.000 Euro für 2022 bereitgestellt werden. Damit werde dem Antrag der Caritas entsprochen.
Annegret Mielke, die im Jahr 2018 die Geschäftsstelle der SkF in Bersenbrück besucht hatte, setzt sich wie die anderen Abgeordneten der SPD/UWG-Gruppe dafür ein, dass die Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS), die bei der SkF angesiedelt ist, weiterhin Unterstützung vom Landkreis bekommt. „Um die Mehrkosten durch erhöhte Fallzahlen in diesem Bereich aufzufangen, soll dem Antrag der SkF entsprochen und insgesamt 30.000 Euro für das Jahr 2020 zur Verfügung gestellt werden.“ Genauso wie der Antrag der SkF zur Weiterführung des Pilotprojektes "Nachgehende Unterstützung von Kindern, die häusliche Gewalt erfahren haben". Die SPD/UWG-Gruppe macht sich dafür stark, dass diese wichtige Aufgabe, die in der Vergangenheit von der Stiftung LAUTER unterstützt worden ist, aufrechterhalten werden kann. Dies soll entsprechend dem Antrag der SkF in Höhe von 11.850 Euro jährlich für die nächsten 5 Jahre (2020-2024) erfolgen.
Mit 25.000 Euro soll wie im vergangenen Jahr das Projekt „Talita“ weiterfinanziert werden, um
Frauen in der Straßenprostitution eine zusätzliche Beratungs- und eventuelle Ausstiegsmöglichkeit aufzuzeigen. Somit unterstützt die SPD/UWG-Gruppe den Antrag der Fachberatungsstellt des SOLWODI e.V..

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