Exkursion der SPD-Kreistagsfraktion am Silberberg (FFH) in Hagen a. T. W.

 Gestecktes Ziel der SPD: In Würde alt werden

Von den rund 360.000 Menschen, die im Landkreis Osnabrück leben, gelten 15.000 als pflegebedürftig. Ausgehend von der Prognose, dass der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre im Jahr 2035 statt derzeit 20,57% dann auf bis zu 40% ansteigt, wird aller Voraussicht nach auch die Anzahl der Pflegebedürftigen entsprechend steigen. Wie reagiert der Landkreis auf diese Herausforderung? Welche Ideen und Konzepte können dafür sorgen, dass mit dem Leben im Alter würdevoll umgegangen wird? Um diese Fragen zu beantworten trafen sich Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der SPD 60plus, Vertreter der SPD-Kreistagsfaktion und der zuständige Vorstand der Kreisverwaltung, Matthias Selle, sowie die Dipl. Pflegewirtin, Petra Herder, vom Landkreis Osnabrück.
Aus Sicht des Landkreises gehört die Sicherung des Pflegepersonals zur Schwerpunktaufgabe in diesem Bereich. Dafür wird intensiv an Strategien gearbeitet, um die Versorgungssicherheit in der Region auch in Zukunft zu gewährleisten. Dazu gehört das Monetoring, der Ausbau der Pflegeberatung mit der Etablierung der Pflegestützpunkte in Bramsche und Melle und die Digitalisierung in der Pflege.
Die Projektgruppe der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus legt ihren Schwerpunkt verstärkt darauf, wie gute und würdevolle Pflege gestaltet werden kann. Dabei werden die Aspekte Wohnformen, Gesundheitsvorsorge, soziale Kontakte und finanzielle Belastungen im Alter in Zusammenhang gebracht. „Neben Vorschlägen, wie die Etablierung einer sogenannten Gemeindepflegekraft bzw. Gemeindeschwester ab 3.000 Einwohnerzahl, nehmen wir auch die pflegenden Angehörigen in den Blick,“ trägt Erwin Gardlo von der Projektgruppe der SPD 60plus anhand einer Präsentation vor. Um den erarbeiteten Konzepten Nachdruck zu verleihen, ist bereits ein Informationsaustausch mit den zuständigen Ministerien in Berlin und Hannover in Planung.
„Hochinteressant und informativ“, fand die sozialpolitische Sprecherin der SPD/UWG-Gruppe, Anne Christ-Schneider, die beiden unterschiedlichen Herangehensweisen, die eines zum Ziel haben: In Würde alt werden. Wilhelm Hunting, gesundheitspolitischer Sprecher der Gruppe, lobte das Engagement der SPD-Projektgruppe, die mit ihrem Vortrag nicht nur die SPD-Mitglieder in der Runde beeindruckte.

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