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 SPD/UWG-Gruppe macht Sichere Häfen zum Thema

Seit 2014 sind über 18.000 Menschen bei ihrer Flucht über das Meer ertrunken. Allein 2019 gab es 1.884 Tote. Und darüber hinaus müssen unzählige Menschen, denen es gelingt, an Bord der privaten Seenotrettung zu gelangen, noch tagelang auf See ausharren, weil sie an keinem europäischen Hafen anlegen dürfen. „Ausgehend von diesen Fakten sehen wir uns veranlasst, aktiv zu werden und uns mit dem Thema Sichere Häfen zu beschäftigen“, erläutert Thomas Rehme, Vorsitzender der SPD/UWG-Gruppe im Kreistag. Dazu wurde Michael Bünte vom Aktionsbündnis Seebrücke und zwei Vertreter vom Kirchenvorstand der ev.-luth. Christuskirche Hasbergen, Andreas Günther und Peter Schröder, zu einer Gruppensitzung eingeladen. Die Gemeinde Hasbergen hat sich bereits im September 2019 zum Sicheren Hafen erklärt und setzt sich somit für sichere Fluchtwege und mehr staatliches Engagement auf Europa-, Bundes- und Landesebene ein. Im Rahmen eines Eingangsreferates informierte Michael Bünte die Kreistagsabgeordneten und zahlreiche geladenen SPD-Fraktionsvorsitzende der kreisangehörigen Städte und Gemeinden, darüber, dass die Todeszahlen im Mittelmeer immens gestiegen seien, seitdem sich die staatliche Seenotrettung zurückgezogen habe. Das Projekt Seebrücke versucht nun durch verschiedene Aktionen, auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Eines davon sei, so Bünte, die Aufforderung, dass sich möglichst viele Städte und Gemeinden in Deutschland zu Sicheren Häfen erklären und gegebenenfalls Flüchtlinge über den Königsberger Schlüssel hinaus aufnehmen. Der Hasberger Kirchenvorstand berichtete von positiven Erfahrungen in ihrer Gemeinde und ermutigte die anwesenden SPD-Fraktionsvorsitzenden auch in ihrem Ort den Anstoß zu geben, Sicherer Hafen zu werden. Der SPD/UWG-Gruppe ist dieses Thema ebenfalls ein großes Anliegen und hofft mit dieser Veranstaltung den Anstoß noch verstärkt zu haben.


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